Giganten der Meere

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Giganten der Meere

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Giganten der Meere – Die 10 größten Containerschiffe im Welthandel

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Container ship MSC Oscar, first visit in Rotterdam

Bild ©: kees torn

Die Vernetzung der globalen Handelsströme hat die Welt in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Diese Veränderungen betreffen dabei aber nicht nur die Digitalisierung und Technisierung, sondern vielmehr noch die Zunahme der auf dem Seeweg transportierten Güter. Eine Schlüsselrolle nehmen dabei selbstredend die großen Handelsschiffe ein, die es überhaupt erst möglich machen, große Mengen an Waren Zeit- und kosteneffizient zu ihrem Bestimmungsort zu bringen.

Wie haben Container den Welthandel beeinflusst?
Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen Schütt- und Stückgutfrachter den Seeverkehr dominierten, sind es heute in erster Linie Containerschiffe, die den Handel am Laufen halten. Ohne die Entwicklung des standardisierten ISO-Seecontainers (siehe dazu auch https://www.containerbasis.de/iso-container/) durch den US-Amerikaner Malcolm P. MacLean im Jahr 1956 würde allerdings keiner der Ozeanriesen heute existieren. Erst die Verwendung des Containers führte zu normierten Lade-, Entlade- und Transportverfahren über mehrere Transportwege hinweg, womit sich Güter aus allen Winkeln der Erde mit stetig sinkenden Kosten umschlagen ließen. Entsprechend der zunehmenden Warenströme wachsen auch die Containerschiffe dynamisch mit den an sie gestellten Anforderungen.

Warum werden Containerschiffe immer größer?
Gemeinhin ist es aufgrund von Skaleneffekten hinsichtlich der Transportkosten sowie dem Verhältnis aus Kosten und verschifften TEU deutlich effizienter auf größere Schiffe zu setzen, anstatt schlicht deren Anzahl auf den Weltmeeren zu erhöhen. Durch die Superfrachter sinken aber nicht nur die Kosten pro TEU, sondern auch die verursachten Emissionen. Dem gegenübersteht aber auch der unumgängliche physikalische Fakt, dass der Tiefgang mit zunehmender Tonnage steigt und damit weitere Probleme nach sich zieht. Dies betrifft vor allem die Einschränkung der Häfen, die durch die Containerschiffe angelaufen werden können.

Welche Folgen resultieren aus der Vergrößerung der Schiffe?
Insbesondere Häfen in flachen Gewässern oder Süßwasserhäfen wie Hamburg sind dementsprechend in Zukunft dazu gezwungen, Hafenbecken zu vertiefen und Zufahrten auszubaggern, um auch weiterhin vollumfänglich an den Welthandel angebunden zu sein. Auch Nadelöhre des Seehandels wie der Suez- oder Panamakanal werden auf fortwährende Erweiterungen angewiesen sein, um die notwendigen Kapazitäten bewältigen zu können. Wie dringlich der Ausbau von Häfen-, Seehandelswegen und ganz allgemein der Zugang zu Tiefseehäfen ist, belegt die Auflistung der zehn derzeit größten Containerschiffe mehr als eindeutig.

Die Platzierungen:

Platz 10 – Gudrun Mærsk
Als die Gudrun Mærsk im Jahr 2005 in der Odense Staalskibsvaerft in Dänemark vom Stapel lief, war sie mit 9.024 TEU das größte Containerschiff der Welt. Für die Maersk Line ist das von einem 93.324 PS starken Zweitakt-Dieselaggregat angetriebene Schiff derzeit auf diversen Routen rund um den Globus unterwegs, belegt mit einer Breite von 367,28 Metern und einer Länge von 42,8 Metern aktuell jedoch nur noch den zehnten Platz im Ranking der größten Containerschiffe. Nichtsdestotrotz begründete die Gudrun Mærsk auch die gleichnamige Containerschiffklasse, der derzeit sechs in Dienst befindliche Schiffe angehören.

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Die Gunvor Maersk vor Cuxhaven

Bild ©: Bernhard Fuchs

Platz 9 – MSC Pamela

Auch die MSC Pamela der Mediterranean Shipping Company feierte ihren Stapellauf im Jahr 2005 und konnte dabei sogleich einen Weltrekord für die Anzahl der auf einem einzelnen Schiff transportierten Container aufstellen. Zwar ist die MSC Pamela mit 336,64 Metern Länge gut 30 Meter kürzer als die Gudrun Mærsk, generiert dank ihrer Breite von 45,6 Metern jedoch eine Ladekapazität von 9.200 TEU. Aufgrund ihrer Ausmaße gehört die MSC Pamela zu den Postpanamax-Schiffen, die den Panamakanal erst seit der Eröffnung der Erweiterung im Juni 2016 passieren können. Dennoch wird das Schiff hauptsächlich auf Routen zwischen den großen Häfen Europas und des Mittleren Ostens eingesetzt.

Platz 8 – Cosco Guangzhou
Die unter griechischer Flagge fahrende Cosco Guangzhou wurde im Jahr 2006 in der Hyundai Heavy Industries Werft in Südkorea gebaut und dort noch im gleichen Jahr vom Stapel gelassen. Neben ihrer Transportkapazität von 9.383 TEU zeichnet sich die Cosco Guangzhou durch ihre 101.645 PS starke Dieselmaschine, die es dem 350,56 Meter langen Ozeanriesen ermöglicht, mit bis zu 25,4 Knoten (47 km/h) weltweite Routen zu befahren.

Platz 7 – Xin Los Angeles
Dass eine hohe Transportkapazität nicht unbedingt nur von der Länge eines Schiffes abhängt, beleg die Xin Los Angeles der Reederei China Shipping Container Lines, die im Jahr 2006 in der Samsung Heavy Industries Werft gebaut wurde. Das Schiff schafft es dabei, eine Ladekapazität von 9.580 TEU auf einer Länge von 336,7 Metern sowie einer Breite von 45,6 Metern zu realisieren, und belegt damit derzeit den siebten Rang unter den größten Containerschiffen der Welt.

Platz 6 – COSCO Asia
Die COSCO Asia, die im Auftrag der COSCO Container Lines unter chinesischer Flagge fährt, ist eines von aktuell nur sechs Containerschiffen, die die 10.000-TEU-Marke überschreiten. Mit einer Ladekapazität von 10.060 TEU überschreitet das im Jahr 2007 gebaute Schiff diese Marke allerdings nur knapp. Angetrieben wird der 349,07 Meter lange und 45,66 Meter breite Containerfrachter, der hauptsächlich Routen in den asiatischen Gewässern bedient, dabei durch ein 95.000 PS-Dieselaggregat.

Platz 5 – CMA CGM Christophe Colomb
Einen in puncto Transportkapazität deutlichen Sprung nach vorne macht die CMA CGM Christophe Colomb, die regelmäßig auf Routen zwischen Asien und den großen europäischen Häfen verkehrt. Gebaut wurde das 365,5 Meter lange und 51,2 Meter breite Schiff 2009 in der Daewoo Shipbuilding & Marine Engineerung Werft in Südkorea, wo es im selben Jahr für die französische Reederei CMA CGM vom Stapel lief. Wie auch schon im Fall vieler anderer wegweisender Schiffstypen ist auch nach der CMA-CGM-Christophe-Colomb eine eigene Containerschiffklasse benannt.

Platz 4 – MSC Irene
Die MSC Irene der Reederei Mediterranean Shipping Company wurde im Jahr 2010 in der Samsung Heavy Industries Werft in Südkorea gebaut und verfügt über eine Transportkapazität von 13.800 TEU. Damit belegt das 365,5 Meter lange und 51,2 Meter breite Containerschiff, das vorrangig zwischen europäischen und asiatischen Häfen über den Suez-Kanal verkehrt, derzeit den vierten Rang unter den größten Containerschiffen.

Platz 3 – Emma Mærsk
Mit der Emma Mærsk, hat die dänische Werft Odense Staalskibsværft im Jahr 2009 die Latte für die Größe von Containerschiffen noch einmal erhöht, zumal der auf weltweiten Routen verkehrende Stahlriese stolze 397,71 Meter lang und 56,4 Meter breit ist. Angetrieben wird die Emma Mærsk, die über eine Transportkapazität von 14.770 TEU verfügt, von einem Dieselaggregat sowie zwei Elektromotoren, die das Schiff dank einer Maschinenleistung von 108.878 PS auf bis zu 27 Knoten (50 km/h) beschleunigen.

Platz 2 – CMA CGM Marco Polo
Die drei Schiffe des CMA CGM Marco Polo-Typs konnten ihre Transportkapazität trotz der geringeren Abmessungen nochmals deutlich steigern. Allein die im Jahr 2012 in der südkoreanischen Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering Werft gebaute CMA CGM Marco Polo verfügt über eine maximale Transportkapazität von 16.200 TEU und verkehrt mit einer maximalen Geschwindigkeit von 24,3 Knoten (45 km/h) insbesondere auf Routen zwischen Europa und Fernost.

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Platz 1 – Mærsk Mc-Kinney Møller
Den Spitzenplatz unter den Containerschiffen nimmt aktuell die Mærsk Mc-Kinney Møller der dänischen Mærsk Line ein. Der Containerriese fasst bei einer Länge von 399 Metern und einer Breite von 59 Metern stolze 18.270 TEU und trägt den Namen des im Jahr 2012 verstorbenen dänischen Reeders und Großindustriellen Arnold Mærsk Mc-Kinney Møller. Mit ihren zwei Dieselaggregaten schafft es das Flaggschiff der Triple-E-Klasse der dänischen Reederei auf ihren Fahrten zwischen Europa und Fernost dabei auf bis zu 25 Knoten (46 km/h). Aufgrund der ungebremst steigenden Nachfrage nach Transportkapazitäten sind insgesamt 31 Schiffe nach dem Vorbild der Mærsk Mc-Kinney Møller in Planung.

 

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Die Mærsk Mc-Kinney Møller beim Erstanlauf in Bremerhaven

Bild ©: Walter Rademacher

 


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Wie wirkt sich Unwetter auf ein Schiff aus?

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Category : Sea

Mit Stürmen und hohen Wellen sollten Schiffe schon klarkommen, doch wie verhält sich ein Schiff in schwerer See. Ein sehr gutes Video über die Flexibilität eines großen Containerschiffes (SKAGEN MAERSK) zeigt, welch große Ingenieursleistung hier vollbracht wird.




With storms and high waves ships are already clearly come, but how does a ship in heavy seas. A very good video about the flexibility of a large container ship (SKAGEN MAERSK) shows what a great engineering achievement is accomplished here.




 

 


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