Mit der ANNI STÜHFF unterwegs auf der Weser – Reisebericht

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Mit der ANNI STÜHFF unterwegs auf der Weser – Reisebericht

Einmal Schifffahrt – immer Schifffahrt!

Wenn man als ehemaliger Seemann der jetzt im tiefsten Binnenland zu Hause ist, gefragt wird, ob man gern mal mit einem Binnenmotorschiff gen Küste fahren möchte, so bedarf es wohl keiner Frage! So auch bei mir. Ich hatte die einmalige Gelegenheit mit der „Anni Stühff“ einem 1963 in der Heinrich Grube Schiffswerft GmbH, Hamburg gebautem Gütermotorschiff mitfahren zu dürfen. Natürlich ist dies kein Hochseefrachter dachte ich mir, aber Hein Seemann war es egal, Hauptsache Schiff und Wasser.




Der erste Eindruck beim Zustieg in der Schleuse Landesbergen war überraschend positiv, ein altes und sehr gepflegtes GMS. An Bord begrüßte mich der Schiffsführer und Eigner Matthias Haubold der seit 1961 als Schiffer unterwegs auf den europäischen Flüssen ist und sein Sohn Jochen Haubold, der als Disponent bei der Sächsischen Dampfschiffahrt in Dresden tätig ist und gerade ein paar Tage mit seinem Vater verbringt und die Gelegenheit mal wieder auf der Weser zu schippern nicht ungenutzt versteichen lassen möchte.

Wir werden geschleust, die Leinen werden eingeholt und es geht nun los, Talwärts die Weser entlang Richtung Brake. Was für ein Motorengeräusch! Macht Euch ein Bild oder ein Ohr davon:

Biegung um Biegung schlängelt sich die Weser bei herrlichem Wetter entlang grüner Wiesen Richtung Norden. Ich habe nun Gelegenheit das Schiff genauer zu inspizieren. Es steht ausgezeichnet in Farbe und macht auch bei näherem Hinsehen einen sehr gepflegten Eindruck. Stellenweise wird es auf der Weser doch ziemlich eng, hier ist das Binnenschifffahrtsaufkommen (was für ein langes Wort) erheblich höher wie auf der Oberelbe in meinem Heimatland Sachsen. Noch zwei Schleusen sind zu bewältigen und Kapitän bzw. Schiffsführer  Matthias Haubold lässt sein Schiff in die Schleuse gleiten, wie das sprichwörtliche Messer durch die Butter, keine hektischen Steuer- oder Maschinenmanöver, kein Anecken, alles ruhig, gelassen und easy. Da merkt man, dass Matthias Haubold auf dem Fluss zu Hause ist.

Brake ist schon in Sichtweise. Was sehen meine Augen? Ein Seeschiff und nicht mal ein Kümo oder dergleichen, nein ein 70.000t Frachter liegt in Brake an der Pier und wir sollen gleich dahinter anlegen. Ich freu mich wie ein Kind zum Geburtstag ein Hochseefrachter direkt vor meiner Nase! Es ist der Massengutfrachter „Thessaloniki“.
Länge:225 m Breite: 32 m IMO 9342841 Tiefgang 3,8 m – 10,7 m / 14,4 m MMSI: 241282000 Geschwindigkeit (Durchschn./Max.):9,7 kn 16,3 kn Rufzeichen: SVBV6 Baujahr: 2006 Bruttoraumzahl: 39736 Deadweight: 76598 Tonnen

    

Die Anni Stühff hat in Brake festgemacht und wird nun 600 Tonnen Sojaschrot nach Fürstenwalde in Brandenburg bringen. Wenn das Schiff beladen ist, endet hier auch schon mein Kurztripp mit der „Anni“. Viel zu schnell verging die Zeit, die „Anni“ ist beladen und macht sich nun ohne mich auf den Weg nach Fürstenwalde. Ich bedanke mich nochmal bei den beiden Haubolds für die schöne Fahrt und wünsche ihnen allzeit gute Fahrt. Das unvergleichliche Röhren des Maschinenauspuffs sagt mir nun, dass es Zeit ist nochmal zu Winken und dann gehts heimwärts. Aber nicht gleich, denn etwas gibt es in Brake noch, dass ich unbedingt machen muss, lecker Fisch essen. Hier gibts wahrscheinlich den besten auf der Oberweser, gleich hinterm Hafen!




Und so begebe ich mich glücklich und satt wieder gen Heimat, noch einmal einen Blick in die Ferne werfend um der „Anni Stühff“ ein leises „machs gut Mädel“ in Gedanken zuzurufen.

Ich wünsche der Besatzung allzeit Gute Fahrt und immer die berühmte Handbreit…

 

Anni Stühff – GMS – 04008960
Europanummer: 4008960 Eichnr.: HBD 1425
Eig.: I. Haubold
Technische Daten  Länge: 67 m  Breite: 7,07 m
Tiefgang: 2,42 m  Tonnen: 754  Baujahr: 1963
Erbaut in: Hamburg  Bauwerft: Grube

 

           

          

        

         

Links zur „Anni Stühff“ im Internet:

https://juergens-schiffsbilder.jimdo.com/anni-st%C3%BChff/

http://www.micharms.de/Binnenschiffe/sites/frachter/a/annistuehff.html

 


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Frachtschiff blockiert Elbe – Brücke in Dresden

In den gestrigen Abendstunden ist das tschechische Motorgüterschiff ALBIS vor der Dresdner Albertbrücke havariert und blockiert die gesamte Brücke. Nach Informationen des Kapitäns hatte das Schiff bei der Passage der Albertbrücke Probleme mit der Maschine worauf der Schiffsführer das nach Steuerbord driftende Schiff abfangen wollte und dieses sich dabei quer vor die Albertbrücke legte. Ein Bergungsversuch in den heuten Abendstunden schlug fehl. Die Elbe ist für die Schifffahrt gesperrt.




In yesterday’s evening the Czech motor cargo vessel ALBIS accident is before Dresdner Albert Bridge and blocked the entire bridge. After the captain’s information the ship had wanted to intercept the drifting to starboard ship during the passage of the Albert Bridge problems with the machine on which the skipper and this case lay to port across before the Albert Bridge. A rescue attempt in today’s evening failed. The Elbe River is locked for shipping.

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Fotos und Dank an: © Nicolaus Cüppers

 

Die Bergung des Schiffes erfolgte in den Mittagsstunden am 21.März mit Hilfe von 2 tschechischen Bergepanzern und dem letzten noch auf der Elbe fahrenden Heckradschlepper BESKYDY. Nachdem bereits ein Versuch misslang das Schiff mit Hilfe von zwei weiteren Motorschiffen frei zu schleppen. Jetzt wird die Brücke auf Schäden untersucht.

The salvage of the vessel took place at noon on March 21 with the aid of 2 Czech armored recovery vehicles and the last still traveling on the same rear-wheel towing ship BESKYDY. After an attempt already failed the ship by means of two smaller motor cruisers free to drag. Now the bridge is inspected for damage.





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Video vom Freischleppen eines Schubverbandes in Dresden

Category : River

Einheimische werden sich noch erinnern, dass sich kurz vor dem Jahreswechsel 2015/2016 auf der Elbe in Dresden, genauer gesagt unter der Marienbrücke ein tschechischer Schubverband festgefahren hat. Erste Versuche den Verband frei zu schleppen schlugen fehl. Erst ein Welle aus der Staustufe in Usti/n.L. und Schlepphilfe zweier tschechischer Schiffe befreiten den Schubverband aus seiner misslichen Lage. Das Video dazu fand ich heute und wollte es Euch nicht vorenthalten. Danke an Mario Hofmann


Locals will remember that before the turn of the year 2015/2016 on the Elbe River in Dresden under the Marienbrücke a Czech shipconvoy grounded. Initial attempts to tow free to  failed. Only a wave from the barrage in Usti / n.L. and drag the help of two Czech vessel freed the pushed convoy from his predicament. The video I found today and did not want to hide from you. Thanks to Mario Hofmann



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